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An Hochwasser-Opfer
Mosambikaner spenden für Großbritannien
London. (dpa) Politiker aus Mosambik haben Geld für britische Hochwassergebiete gesammelt. Das afrikanische Land, das im vergangenen Jahr von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht worden war und zu den ärmsten der Welt gehört, reagierte damit auf TV-Bilder von überschwemmten Orten in Yorkshire. Nun schickte Parlamentspräsident Eduardo Mulembwe dem Unterhaus umgerechnet 120 Mark.
"Ich war wirklich bewegt", sagte Anne McIntosh, die Abgeordnete für York. "Man fühlt sich ganz klein dadurch, denn diese Leute, die in einem so verarmten Land leben, haben dennoch an uns gedacht und eine Summe gespendet, die für ihre Verhältnisse hoch ist. Wir werden das niemals vergessen."
(Kölnische Rundschau, 09.04.2001)
Realsatire
Mosambikaner spendeten für britische Hochwasseropfer
Mosambik spendet mit bitterem Sarkasmus 120 Mark für britische Hochwassergebiete und unsere Politiker (und Journalisten!) verstehen die Realsatire nicht, sind gar "wirklich bewegt". Als Mosambik "Land unter" meldete, hat das offenbar niemanden bewegt: Mosambikanische Politiker liefen sich bei den Regierungen der Ersten Welt die Hacken ab, aber was sie bekamen, waren Summen, die - um es mit den Worten der zitierten Unterhaus-Abgeordneten zu sagen - "für unsere Verhältnisse" lächerlich waren.
(Kölnische Rundschau, 12./13.04.2001)
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© Daniel
Buncic, letzte Änderung: 08.12.2004
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