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Hausaufgabe
zum 22.04.2002 (Grundbegriffe):
1c; 2d; 3b; 4c; 5a; 6b; 7c; 8c; 9c; 10c
Abgegeben wurden 47 Hausaufgaben.
10 Punkte waren zu erreichen.
Die Ergebnisse lagen zwischen 2 und 10 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 6,70 Punkten (= 67 %).
(Die zu erwartende Punktzahl bei völlig zufälligem Ankreuzen wäre übrigens
2,5.)
Hausaufgabe
zum 06.05.2002 (Semantik):
1b; 2c; 3c; 4c; 5c; 6b; 7d; 8d; 9c; 10bc; 11a
(Anmerkung zu Bonusfrage 11: Rechteck ist ein Autohyponym,
weil es im weiteren Sinne 'Viereck mit rechten Winkeln' und im engeren
Sinne 'ungleichseitiges Viereck mit rechten Winkeln; kein Quadrat' bedeutet.
Da das 'ungleichseitige Viereck mit rechten Winkeln' und das Quadrat Hyponyme
zum Hyperonym 'Viereck mit rechten Winkeln' sind, ist Rechteck
sein eigenes Hyponym, also ein Autohyponym.)
Abgegeben wurden 58 Hausaufgaben.
10 Punkte und 1 Bonuspunkt waren zu erreichen.
Die Ergebnisse lagen zwischen 4 und 10,5 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 6,78 Punkten (= 68 %).
Hausaufgabe
zum 13.05.2002 (Pragmatik):
1c; 2a; 3d; 4d; 5a; 6ad; 7d; 9bd; 10c
(Anmerkung zu Frage 8: Mea culpa - die Frage enthielt versehentlich
keine richtige Antwort und wurde daher aus der Wertung genommen.
Als richtige Antwort gedacht hatte ich "Die Kommunikation ist weniger
direkt als bei gesprochener Sprache" oder "...ist nicht so direkt
wie bei gesprochener Sprache".)
Abgegeben wurden 52 Hausaufgaben.
9 Punkte waren zu erreichen.
Die Ergebnisse lagen zwischen 3 und 8,5 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 5,61 Punkten (= 62 %).
Hausaufgabe
zum 27.05.2002 (Phonetik):
1ac; 2d; 3b; 4d; 5b; 6d; 7a; 8d; 9ab; 10a
(Anmerkung: Frage 6 erforderte sehr viel Phantasie; ich habe sie
daher nachträglich zur Bonusfrage gemacht. Alle anderen Fragen
- auch 1 und 4 - waren hingegen mit Hilfe der Arbeitsblätter und mit Kenntnissen
in einer beliebigen slavischen Sprache zu lösen.)
Zu erreichen waren also 9 Punkte und 1 Bonuspunkt.
Abgegeben wurden 46 Hausaufgaben.
Die Ergebnisse lagen zwischen 1,5 und 7,5 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 4,42 Punkten (= 49 % von
9 Punkten).
Hausaufgabe
zum 10.06.2002 (Phonologie):
1ac; 2cd; 3c; 4d; 5b; 6cd; 7c; 8ab; 9bc; 10c
Abgegeben wurden 47 Hausaufgaben.
10 Punkte waren zu erreichen.
Die Ergebnisse lagen zwischen 1,5 und 7 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 4,47 Punkten (= 45 %).
Hausaufgabe
zum 17.06.2002 (Graphematik und Morphemik):
1bd; 2ab; 3ac; 4c; 5bc; 6c; 7*; 8cd; 9d; 10(a)cd**
* Frage 7 enthielt abermals versehentlich keine
richtige Antwort, wurde daher aus der Wertung genommen.
** In Frage 10 entspricht die Bestimmung des -s-
in Leist-ung-s-nach-weis als Interfix slavistischen Gepflogenheiten,
und auch Heinz Vater (Einführung in die Sprachwissenschaft, München
21996, S. 71 passim) analysiert dies so. In der Germanistik
wohl verbreiteter ist aber eine Analyse von Leistungs- als Allomorph
von Leistung. Daher ist in Frage 10 sowohl cd als auch
acd richtig.
Abgegeben wurden 52 Hausaufgaben.
9 Punkte waren zu erreichen.
Die Ergebnisse lagen zwischen 1 und 7 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 4,42 Punkten (= 49 %)
Hausaufgabe
zum 24.06.2002 (Morphologie):
1 ad
2 adefg
3 KD, 4 S, 5 KD, 6 K/S,
7 KD, 8 Z, 9 P, 10 K,
11 A
12 Ein|komm|en|s|steuer (P-W-S-I-W)
13 Re|organ|is|ation (P-W-S-S)
14 un|ver|blüm|t|es (P-P-W-S-F)
15 eigen|tüm|lich|e (W-S-S-F)
16 schicht|est | auf (W-F-P)
Bonusaufgaben:
17 vy|sp|a|vši|s' (P-W-S-S-Ps)
[Das Morphem vši ist evtl. noch in bis zu drei Morpheme zu unterteilen,
die durch Minimalpaarbildung ermittelt werden können; das Problem ist
hierbei lediglich die Zuweisung der Funktionen, vor allem bei der Unterscheidung
von v und š.]
18 mor|e|pla|va|ni|e (W-I-W-S-S-F)
[Hier gehört zum Suffix ni auch noch der in der Schrift nicht repräsentierte
Laut [j]. Manche Grammatiken nennen auch ie komplett als Endung,
womit dann als Suffix nur noch [n'] übrig bliebe.]
19 pri|vlek|a|tel'n|ost|i (P-W-S-S-S-F)
[Durch Minimalpaare lässt sich das Suffix tel'n in tel'
und n aufteilen, von denen n als Adjektive bildendes Suffix
(nauènyj) bekannt ist und tel' als Substantive bildendes
(pisatel'). Jedoch besteht kein semantischer Zusammenhang, und
man kann viele Adjektive mit tel'n bilden, zu denen kein Substantiv
auf -tel' existiert, so dass diese Ähnlichkeit vielleicht eher
zufällig ist.]
20 jêzyk|o|zna|w|stw|a (W-I-W-S-S-F)
[Die Suffixe w und stw können auch als ein Suffix wstw
angesehen werden; dafür spricht, dass ein Adjektiv *(jêzyko)znawy
nicht existiert, so dass man wstw als Allomorph des Morphems stw
betrachten kann. Meiner Ansicht nach tritt jedoch stw nur an nominale
Stämme (vgl. braterstwo, spo³eczeñstwo), so dass mittels
w aus der Verbalwurzel zna ein solcher Nominalstamm znaw
gebildet wird.]
21 praw|id³|ow|ych (W-S-S-F)
22 za|pro|wadz|i|liœmy
[Die Endung liœmy lässt sich noch weiter unterteilen: So ist zu
erkennen, dass l für die Vergangenheit steht und i für den
Plural; die Bedeutung 'männliche Personen' ergibt sich jedoch nur aus
der Kombination von [l] und [i], und die Endung -œmy tritt nur
in der Vergangenheit auf (im Präsens -my), so dass die weitere
Unterteilung einige Schwierigkeiten mit sich bringt.]
23 ne|vjer|o|jat|nošæ|u (P-W-I-W-S-F)
[Die Komposition von vjerojat aus den beiden Wurzeln vjer
und jat ist möglicherweise nicht mehr ganz durchsichtig.]
24 pre|po|ruè|i|teljn|o (P-P-W-S-S-F)
[Zum Suffix teljn vgl. Anmerkung zu Aufgabe 19.]
25 pro|dublj|iva|nj|e (P-W-S-S-F)
Abgegeben wurden 52 Hausaufgaben.
26 Punkte waren zu erreichen (davon 4 in Aufgabe 1, 8 in Aufgabe 2
und je 1 Punkt in allen anderen Aufgaben).
Die Ergebnisse lagen zwischen 10 und 20 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 15,6 Punkten (= 60 %)
Hausaufgabe
zum 01.07.2002 (Syntax):

Es fällt auf, dass die Konjunktion und keinen sinnvollen
Platz findet. Sie steht zwischen der von der Präposition von abhängigen
Gruppe "vorwiegend von den ... Deutschen" und dem Adverb daher;
die beiden Syntagmen sind jedoch nicht gleichrangig, da die Präpositionalgruppe
einer der Aktanten zum Verb nennen wäre (das semantische Subjekt:
"wer nennt wen wie?"), während das Adverb ein Zirkumstant
ist (eine kausale Umstandsangabe: "warum?"). Daher können diese
Syntagmen nicht durch und verbunden werden. Ein semantisches
(nicht syntaktisches) Problem ergibt sich aus dem Bezug der Gruppe "vorwiegend
von den ... Deutschen" auf genannt: Sind es tatsächlich die
in Kleinseite wohnhaften Deutschen, die das Böhmisch-Deutsch Kleinseitner
Deutsch nennen?
Der Satz ist also (obwohl ich ihn genau so aus der angegebenen
Quelle übernommen habe) in sich nicht ganz stimmig; der Autor hat sich
offenbar in seinem hochkomplizierten Satzbau etwas verheddert. Gemeint
ist vermutlich Folgendes:
Das vorwiegend von den im Prager Stadtviertel Kleinseite wohnhaften
Deutschen gesprochene und daher Kleinseitner Deutsch genannte ziemlich
penetrante Böhmisch-Deutsch wurde erst in diesem Jahrhundert durch einen
Aufsatz des "rasenden Reporters" E. E. Kisch bekannt.
Das Stemma zu diesem Satz sähe folgendermaßen aus:

Hier verbindet die Konjunktion und zwei gleichrangige Syntagmen:
gesprochene und genannte sind beides Attribute zu Böhmisch-Deutsch.
Ich habe die Hausaufgaben nicht komplett korrigiert,
sondern lediglich durchgesehen und hin und wieder Bemerkungen gemacht;
aus einem nicht "angestrichenen" Element ist also nicht zu schließen,
dass dieses Element richtig dargestellt ist. Vergleichen Sie dazu bitte
Ihre Hausaufgaben mit den oben aufgeführten Lösungen.
Abgegeben wurden 55 Hausaufgaben.
Zwei haben das Fehlen des Partizips gesprochen zum Ausdruck gebracht.
Hausaufgabe
zum 15.07.2002 (historische Grammatik):
1d; 2d; 3adehijk; 4b; 5d*; 6f; 7d; 8a; 9a
* Die Frage war leicht missverständlich gestellt: Unter "Sprecher"
sollten Muttersprachler und "Zweitsprachler" im engeren Sinne
verstanden werden, nicht jedoch Menschen nur mit Fremdsprachenkenntnissen.
Bei den Fremdsprachenkenntnissen würde das Englische natürlich den Ausschlag
fürs Germanische geben, wohl auf jedem Kontinent unserer Erde. Daher wurde
Antwort b mit nur einem halben Punktabzug bewertet; volle Punktzahl
gab es für Antwort bd (also Slavisch und Germanisch).
Herleitung der Antwort: Während man für das Finnougrische nur auf rund
16 Mio. Sprecher kommt (Finnisch, Ungarisch, Estnisch, Saamisch sowie
Karelisch, Komi-Permjakisch und andere kleine in Russland gesprochene
Sprachen), zählen die germanische und die romanische Sprachfamilie je
rund 200 Mio. Sprecher (Muttersprachler + Zweitsprachler wie spanische
Basken, französische Bretonen oder deutsche Türken). In Russland leben
119 Millionen Russisch-Muttersprachler, und 78,6 % der 145 Mio.
Einwohner Russlands leben westlich des Urals, so dass eine vorsichtige
Schätzung ca. 95 Mio. russische Muttersprachler im europäischen
Teil Russlands ergibt. Zusammen mit den 53 Mio. Einwohnern der Ukraine,
den 38 Mio. Polen und den anderen Slaven (darunter Ukrainer in Russland,
Russen in den baltischen Staaten, slavische Muttersprachler in Deutschland
usw.) ergeben sich allein rund 250 Millionen slavische Muttersprachler
(ohne Zweitsprachler) in Europa.
Abgegeben wurden 46 Hausaufgaben.
10 Punkte waren zu erreichen (davon 2 in Frage 3).
Die Ergebnisse lagen zwischen 0,5 und 9 Punkten.
Der Durchschnitt lag bei 5,90 Punkten (= 59 %).
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